Für Stefanie Kofler und Eva-Maria Swoboda beginnt übermorgen das „Abenteuer Peking“WALTER FELDNER
. Da heben die beiden zur Kletter-WM nach Peking ab.in großes Ziel haben die beiden jungen Villacherinnen Stefanie Kofler (15) und Eva-Maria Swoboda (14) ja bereits erreicht. Sie haben sich für die Kletter-Jugendweltmeisterschaften vom 25. bis 28. August in Peking qualifiziert. „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, jubeln die beiden Teenager.Jetzt reist das Duo nicht nur allein mit dem olympischen Gedanken – „dabei sein ist alles“ – ins ferne China. Sie wollen im Konzert des weltbesten Kletternachwuchses aus vier Kontinenten – nur Afrika stellt keine Teilnehmer – auch erfolgreich abschneiden. Dabei hat jedes der Mädels eine Doppelchance. Denn beide werden bei der WM die Bewerbe Schwierigkeits- (lead) und Geschwindigkeitsklettern (speed) bestreiten. Beim „speed“ geht es um die Zeit und beim „lead“ heißt es, den höchsten Punkt (Top) zu erreichen. „Besonders im Speedbewerb sehe ich eine Chance ins Finale zu kommen“, spekuliert Stefanie Kofler.Und die 15-Jährige, die als Berufswunsch Scheidungsrichterin angibt, weiß was sie sagt. Denn bereits im Vorjahr hat sie bei der WM in Edinburgh (Schottland) in dieser Disziplin ganz sensationell „Bronze“ erklettert. Ansonsten wollen Stefanie und Eva-Maria in allen Bewerben zumindest ins Halbfinale der besten 26 vorstoßen. „Dann wird man weitersehen, dann ist alles möglich“, meint auch Eva-Maria Swoboda.Höhepunkt. Stefanie Kofler hat bereits mit acht Jahren mit dem Klettern begonnen, hat es bereits ein Jahr später zu Kärntner Meisterwürden gebracht. Der erste Staatsmeistertitel gelang vor fünf Jahren in Leoben. Ähnlich erfolgreich ist auch ihre Klubkollegin vom Villacher Alpenverein Eva-Maria Swoboda. Auch sie hat bereits mit acht Jahren mit dem Klettern begonnen und ist seit fünf Jahren immer im Finale der besten sechs bei den Österreichischen Nachwuchsmeisterschaften vertreten. „Die WM in Peking ist der vorläufige Höhepunkt in meiner Karriere“, freut sich die 14-Jährige. Sie startet in der Jugend B (Jg. 90, 91), Kofler in der Jugend A (Jg. 88, 89).Von Klagenfurt heben die beiden am Dienstag via Wien nach Peking ab. Mit der sechsstündigen Zeitverschiebung erfolgt die Ankunft in Peking am Mittwochmittag. Dann bleibt nur noch ein Tag zum Eingewöhnen, ehe es am Donnerstag losgeht.