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Geschickt und flink wie ein Wiesel Die 14-jährige Stefanie Kofler aus Villach gewann im schottischen Edinburgh mit Bronze die erste Kärntner WM-Medaille im Sportklettern und setzt sich nun noch höhere Ziele. |
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Es war ein ergreifendes Gefühl. Von irgendwoher habe ich auch eine rot-weiß-rote Fahne in den Händen gehabt, erzählt die 14-jährige Villacherin Stefanie Kofler, als ihr bei der Siegerehrung der Jugend-WM in Edinburgh (Schottland) die Bronzemedaille im Speedbewerb umgehängt wurde. Ein Traum wurde Wirklichkeit.
Für Stefanie Kofler war der Weg zu Bronze ein hartes Stück Arbeit. Denn in ihrer Klasse (Jugend B) hatte sie es gleich mit 31 Topathletinnen aus der ganzen Welt zu tun. Aber es lief von Anfang an, mit der fünftbesten Zeit qualifizierte sie sich für die besten sechzehn. Beim Speedbewerb sind jeweils zwei Kletterer gleichzeitig auf vertikalen - zum Teil überhängenden - Kletterrouten unterwegs, wobei der Sieger in die nächste Runde aufsteigt. Im Semifinale scheiterte sie nur ganz knapp an der späteren Weltmeisterin. Im Kampf um Bronze kletterte sie aber ihrer australischen Gegnerin auf und davon und erreichte mit klarem Vorsprung den Top, den höchsten Punkt der Kletterwand.
Russland zeigte bei der WM seine Vormachtstellung. Von den 18 zuvergebenden Speedmedaillen gingen gleich 14 an Russland. Da ist das Wettklettern ein Volkssport, erzählt Stefanie. Deshalb glänzt ihre Medaille um so heller. Wie überhaupt in Edinburgh alles gigantisch war. Denn mehr als 400 Jugendliche aus vierzig Nationen waren am Start. Und auch die Ausmaße der WM-Halle in Schottland mit seinen 8.000 Quadratmetern Kletterfläche (zum Vergleich: 170 Quadratmeter sind es in Villach) waren spektakulär.
Für die frisch gebackene WM-Bronzene begann die Sportkletterei bereits im zarten Alter von acht Jahren. Da hat mir mein Vater zum Geburtstag einen Kletter-Schnupperkurs in der Villacher Mehrzweckhalle geschenkt, erzählt sie. Und die Erfolge haben sich beim Energiebündel bald eingestellt. Mit neun Jahren (1998) war sie bereits Kärntner Meisterin und zwei Jahre später in Leoben Staatsmeisterin. Da hat sie sich von ihren Eltern als Siegespreis ein Wiesel gewünscht und auch bekommen. Das hat irgendwie gut zu mir gepasst, lächelt sie.
Und das heurige Jahr wurde für Stefanie zum Erfolgsjahr. Denn beim Europacup in Genf erreichte sie in der Klasse Difficulty bereits Rang sieben und jetzt bei der WM Speed-Bronze. So kann es ruhig weitergehen. Denn für Stefanie gibt es noch in diesem Jahr ein weiteres (Kletter-)Großereignis. Da startet die junge Villacherin am 27. und 28. November beim European Youth Cup in Kranj (SLO). Ihr ganz großes Ziel ist aber die Jugend-WM 2005 in Peking. Da möchte ich unbedingt dabei sein.
Für den Präsidenten des Kärntner Fachverbandes für Wettklettern, Hubert Galautz, war das Abschneiden der jungen Villacherin eine echte Sensation. Dieser Erfolg könnte dem Wettklettern in Kärnten große Impulse geben. Um dies aber fortzusetzen, würde Villach eine spitzensporttaugliche Kletterwand brauchen.